Grasslhöhle
GESCHICHTE:
Die Höhle ist die älteste
Schauhöhle in Österreich.Sie wurde im 18 Jahrundert erstmal erwähnt
auf einer Urkunde. Leider ist diese Urkunde
verschwunden.
Die älteste Urkundliche Erwähnung
fand 1816 statt.
Zu diesem Zeitpunkt fand schon der Steiganlagen Ausbau
statt
Die Grasslhöhle ist durch den Einsturz eines
schon früher durch Wasser gebildeten großen Hohlraumes
entstanden.
Dieser Hohlraum dürfte nach seiner Bildung durch tektonische Kräfte
zusammengebrochen sein. Somit stehen wir heute auf der Höhlendecke
des ehemaligen Hohlraumes.
Nach Entstehung der jetzigen Höhle begann das Wachstum der
Tropfsteine, das durch Schwankungen des Klimas
mehrere Male unterbrochen oder beschleunigt worden ist.
Manche Tropfsteine weisen ein Alter von bis zu 100.000 Jahren auf.
Durch folgende Erdbeben fielen einige Tropfsteinsäulen um, weitere
Generationen von Tropfsteinen bildeten sich auf ihren
Vorgängern.
Das Gestein, das die Grasslhöhle
umgibt, stammt aus dem Erdaltertum, dem
Paläozoikum und heißt
Schöcklkalk.
Es ist
ca. 360 Millionen Jahre alt und ist in einem ehemaligen
Meer durch Ablagerung von Muscheln und Korallen
entstanden.
Ein Großteil
der Sattelberge besteht aus diesem Gestein. Es ist sehr gut für die
Höhlenbildung, der sogenannten Verkarstung,
geeignet.
Im Gebiet des Weizer Berglandes, vom
Gollersattel bis zum Zetz,
sind zur Zeit etwa 200 Höhlen
bekannt und höhlenkundlich bearbeitet.
GEOLOGIE:
Die Grasslhöhle liegt in
720 m Seehöhe im Südhang des „Lärchsattel“, einer sattelartigen
Vertiefung in den „Sattelbergen“, die im Norden von Weiz zwischen
Weizklamm und Raabklamm als ausgeprägter Gebirgszug verlaufen.
Dieser bildet die natürliche Begrenzung gegen den Passailer Kessel
und wird vorwiegend aus Schöckelkalk gebildet. Dieses Gestein,
welches dem Paläozoikum (Devon) entstammt und damit mindestens 350
Millionen Jahre alt ist, ist wegen seiner Reinheit (rund 55
% CaO und 44 % CO2) sehr
verkarstungsfähig, wie zahlreiche Höhlen sowie Dolinen und andere
Karsterscheinungen in der Raab- und Weizklamm
zeigen.
In einem ehemaligen Meer gebildet, weist der Schöckelkalk
ausgeprägte Bankung auf, mit dem dazugehörigen Trennflächengefüge
(Schicht- und Kluftfugen). Durch Auffaltung wurden die ehemals
waagrecht liegenden Kalkbänke hochgehoben und durch große Drücke
einer Metamorphose unterzogen, bei der auch die letzten Fossilien
aus dem Gestein verschwanden und der Kalk zu einem „kristallinen
Kalk“, fast schon zum Marmor, wurde.
Durch die Hochhebung und die Bildung eines Gebirgszuges gelangte
der Schöckelkalk in die Zone, in dem sich im ehemaligen
Grundwasserbereich (heute Hochstradner-Niveau um 700 m Seehöhe)
teilweise große Höhlen bilden konnten (Im Gebiet zwischen Weizklamm
und Raabklamm sind heute ca. 190 Höhlen bekannt, siehe auch FUCHS
(1983) und POLT (1995)). Die teilweise unterirdische Entwässerung
des Passailer Kessels durch die
Sattelberge Richtung Süden wird
vermutet. Während dieses langwierigen Prozesses schnitten sich die
beiden Flüsse Raab und Weizbach immer tiefer ein und senkten damit
auch der Grundwasserspiegel.
Riesige Höhlenräume fielen trocken und konnten aufgrund des
fehlenden Gegendruckes nicht stabil bleiben. Dadurch kam es zu
einem Einsturz der Höhlen, bei dem jedoch wieder neue Höhlenräume
entstanden (FLÜGEL, MAURIN (1959). Eindrucksvoll ist dieses
Ergebnis im Dom der Grasslhöhle zu beobachten. Hier ist entlang
einer Schichtfuge, die in diesem Bereich gegen SE einfällt, ein
rund 20 m durchmessender Raum entstanden.
Nach
der Entstehung der heute begehbaren Höhlenräume konnte sich dank
des Grünkarstes eine fantastische, bizarre Tropfsteinwelt
entwickeln,
wobei auch hier mehrere Phasen von Entstehung und Zerstörung zu
beobachten sind.
Durch das enorme Wachstum von Tropfsteinen und von
Versturzvorgängen sind in der Folge die größeren Hallen in
einzelne,
kleinere Räume unterteilt worden. Die Tropfsteine erreichen ein
Mindestalter von 450.000
Jahren
Die Informationen stammen von der
Homepage der Höhle
Informationen zu Führungen und Preise sehen sie auf
http://www.grasslhoehle.at/
Logbedinung 1:
Macht ein Foto von
euch in der Hand euer Gps Gerät.Im Hintergrund der Eingang zur
Höhle (Headerkoordinaten)
Logbedinung 2:
Beantwortet mir folgende Fragen
und schickt sie mir per email .
Wie alt sind manche Tropfsteine in der
Grasslhöhle?
Welchen Reinheitsgehalt hat der
Schöckelkalk?
Welcher Text steht am Eingang zur Höhle
auf dem weissen Schild auf der rechten
Seite?
Alle Logs ohne
Freigabe von mir bzw ohne Foto werden kommentarlos
gelöscht
Viel Spass bei
meinem zweiten Earthcache
fiatpunto5
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Grassl
cave
History:
The Grassl cave is Austria's oldest show
cave. Its first mention in a document dates back to the late 18-th
century. Unfortunately,
this document has got lost. The next mention in
a document (which still exists) took place in 1816. Already at this
time works
started to install trails through the
cave.
It is believed that the Grassl cave emerged
from the collapse of a large cavity that has been formed by the
forces of water
at an earlier time. The cavity collapsed due to
tectonic forces. Today we stand on the walls of the former
cavity.
After the formation of the current cave,
dripstones started their growth process that has
been
influenced (stopped as well as accelerated)
several times due to climate changes. Some of the dripstones are
about
100000 years old. Some dripstone columns fell
down due to earthquakes. Further generations of dripstones
were
then build up on the basis of their
predecessors. The rock around the Grassl originates from
the
palaeozoic era and is called Schöckelkalk. Its
age is about 360 millions years. It has been build up
in
former sea from the sediments of mussels and
corals. The majority of the so-called saddle mountains
(Sattelberge) in the area
consists of this rock type. It is well suited
for the formation of caves (karst formation). In the mountain
region around Weiz
which ranges from the Gollersattel to the Zetz
up to now about 200 caves are known and have been explored by
speleologists.
Geology:
The Grassl cave is located at 720m above sea
level in the southern slope of the so-called Lärchsattel, a
saddle-like depression in the
"saddle mountains" (Sattelberge), a mountain
range that extends in the north of Weiz between the Weizklamm gorge
and the Raabklamm gorge.
This mountain range can be seen as a natural
border to the Passail valley and mainly consists of Schöckelkalk.
This rock type
originates from the palaeozoic era (Devon) and
is at least 350 million years old. Due to its purity (about 55 %
CaO and 44% CO2)
the Schöckelkalk fosters the formation of karst
which can be evidenced from the numerous caves, dolines and other
types of
karst features in both the Weizklamm gorge and
the Raabklamm gorge.
Having built in a former sea, the Schöckelkalk
exhibits a distinct bedding, together with the corresponding
arrangement of separating layers (joints).
The formerly horizontally positioned limbstone
benches have been folded up and lifted up. The great pressures
resulted
into a metamorphosis in the process of which
the last fossils have been eliminated from the rock material.
The
limbstone turned into a crystalline limbstone,
almost a type of marble.
Due to the upfolding and the formation of a
mountain range the Schöckelkalk reached the zone in which
caves (some of them quite large)
were formed in a former groundwater area
(today at Hochstradner level, about 700 m above sea level). In the
area between the Weizklamm
gorge and the Raabklamm gorge today about 190
caves are known, see Fuchs (1983) and Polt
(1995).
It is believed that there were
subterranean water flows that left the Passail valley through
the "saddle mountains" in southward direction.
During this long-lasting process the two
rivers, the Raab and the Weizbach, carved deeper and deeper
and thus decreased the ground-water level.
Large cave chambers dried out and could not
remain stable due to the missing counterpressure. As a
consequence the caves collapsed, but new
caves originated (see Flügel,
Maurin (1959)). The Dome in the Grassl cave illustrates the result
of this process in an impressive way.
Here a chamber with a diameter of about 20m has
been created along a stratification line. After the emergence of
the cave chambers which
are accessible today, a fantastic and bizzare
world of dripstones developped itself thanks to the green karst.
Again several phases of creation and
destruction can be observed. Caused by the
enormous growth of the dripstones and by collapses large chambers
have been split up into
several smaller chambers. The dripstones are at
least 450000 years old.
Further informations about the cave and about
guided tours can be found at this website
http://www.grasslhoehle.at/
(German only!)
Log requirement 1:
Take a photograph of yourself holding your GPS-r in the foreground
and the entrance of the
cave (header coordinates) in the
background and upload this photograph.
Log requirement 2:
Send me the answers to the following two
questions
by e-mail:
How old are the dripstones in the
Grasslcave?
Which
purity level has the Schöckelkalk?
Which text is written on the white sign to the right of the cave
entrance?
Have fun with
my second earthcache
fiatpunto5
